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Tracklimits - mein Hasswort des Jahres

Kein Wort hasse ich im Motorsport aktuell so sehr wie das Wort "Tracklimits"! Ich kann es einfach nicht mehr hören! Wer zum Teufel hat sich diesen ... einfallen lassen? Und warum überhaupt?

Im Prinzip geht es erstmal darum, dass asphaltierte Auslaufzonen im Gegensatz zu früher der Sicherheit dienen sollen. Früher markierten Kies und Randsteine die Begrenzung der Strecke, heute nur noch weiße Linien, also eine gute Möglichkeit für Fahrer, dort noch mehr herauszuholen, wo man früher einfach stecken geblieben wäre. Somit kann man die Linie der Kurve einfach überfahren und den Radius öffnen, um so mehr Speed daraus mitzunehmen. Da dies natürlich unterbunden werden soll, wurden schließlich Tracklimits eingeführt.

Die Sicherheitsvorkehrungen werden normalerweise daraus berechnet, wie die Linie und die Geschwindigkeit der Ideallinie innerhalb der Streckenbegrenzung gemessen wird und nicht die Linie, die sich ergeben kann, wenn sich außerhalb der Strecke noch Geschwindigkeit dazu holt. Was ich durchaus verstehe und was diesen Aspekt natürlich relevant und wichtig macht, aber dennoch ... ich hasse Tracklimits. Wenn Rennen dadurch entschieden werden, dass Strafen über Strafen während und auch nach dem Rennen gegeben werden und somit die Reihenfolge drastisch verändern, dann macht dies absolut keinen Spaß!

Auch für die Fans, die nicht unbedingt im Detail stecken und sich wenig mit den Regeln beschäftigen, ist das von Nachteil. Wenn man die Zieldurchfahrt sieht, dann sollte diese auch passen und nicht später noch einmal wegen so etwas durcheinander gewürfelt werden. Und sind wir ehrlich, viele "Fans" lesen danach nicht nochmal Meldungen dazu, für diese ist das Rennen beendet, wenn die karierte Flagge geschwenkt wird, fertig. Und ich kann das auch sehr gut verstehen!

Tracklimits ist etwas, was der Sicherheit dienen soll, an sich aber einfach Überhand nimmt. Man muss sich einfach überlegen, ob es in Zukunft nicht bessere Lösungen gibt, als diese. Natürlich ist das schwierig, ich wüsste spontan auch keine wirkliche Idee, aber irgendetwas muss in dieser Hinsicht getan werden. Dass Fahrer die Möglichkeit ausnutzen, besser, schneller und vor allem vorteilhaft durch eine Kurve zu kommen, in dem sie die Streckenbegrenzung überfahren, sollte logisch sein. Jeder will gewinnen! Warum sollten sie diese Chance also nicht nutzen? Man bleibt schließlich nicht mehr einfach im Kiesbett stecken, sondern kann danach bequem weiter fahren.

Ich sehe Tracklimits somit sehr zwiegespalten. Ich erkenne den Aspekt der Sicherheit, kann aber nicht akzeptieren, dass dies die einzige Möglichkeit ist, in dem man in den Rennen mit Tracklimits um sich wirft. Es ist ein schwieriges Thema und für mich nach wie vor das Unwort im Motorsport zur aktuellen Zeit!

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